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PAULI

ON TOUR

Mit Pauli unterwegs

☀️ August 2025 – Südfrankreich

„Pauli“ ist zu diesem Zeitpunkt noch ein halber Heimwerkertraum: Bodenplatte drin, Bett mit Auszug eingebaut – fertig ist das Abenteuer-Mobil. Zu dritt und mit zwei kleinen Hunden an Bord geht es Richtung Süden. Weil unser fahrbarer Untersatz keine Klimaanlage besitzt und draußen Temperaturen von deutlich über 30 Grad herrschen, starten wir erst am späten Nachmittag. Fenster auf, gute Laune an – und los geht die wilde Fahrt.

Nach über 800 Kilometern erreichen wir gegen 22 Uhr die Gegend vor Avignon. Genau zu der Zeit, zu der Campingplätze traditionell beschließen, Feierabend zu machen. Der erste Versuch scheitert, doch beim zweiten Anlauf finden wir tatsächlich noch einen Platz für die Nacht. Also: Dusche, Abendessen, Bett.

Die Nacht zu dritt, mit zwei Hunden und dem gesamten Reisegepäck, erweist sich überraschenderweise als deutlich komfortabler als erwartet. Nach dem Frühstück geht es weiter Richtung St. Tropez.

Am Ziel angekommen empfängt uns die Côte d’Azur mit einer Hitze, die selbst Eidechsen ins Schwitzen bringt. Hilft nichts – das Zelt muss aufgebaut werden. Zum Glück haben wir einen Kühlschrank dabei, der uns in den kommenden Tagen zuverlässig mit kalten Getränken und lebensrettenden Eiswürfeln versorgt.

Obwohl „Pauli“ weder gedämmt noch besonders luxuriös ausgestattet ist, bleiben die Temperaturen im Inneren erstaunlich angenehm. Vermutlich verdanken wir das seiner weißen Lackierung – und einem kleinen Wettergott mit Sinn für Camper.

Die nächsten zehn Tage genießen wir Sonne, Strand, Meer und jede Menge Sommerfeeling. Die Hitze nehmen wir dabei einfach als kostenloses Wellnessprogramm in Kauf. 😉


🍂 Oktober 2025 – Chiemsee

Nur wenige Wochen später zeigt sich das Wetter von seiner anderen Seite. Auf dem Weg zum Chiemsee wird es bereits empfindlich kühl, und in den Bergen fällt sogar der erste Schnee.

Zum Glück hat „Pauli“ inzwischen ein Upgrade erhalten: Ein Keramikheizer sorgt für wohlige Wärme. Ziel der Reise ist ein Kuraufenthalt am Chiemsee – und gleichzeitig die Premiere auf einem Wohnmobilstellplatz.

Zwischen den großen Wohnmobilen wirkt „Pauli“ ein wenig wie der Jüngste am ersten Schultag. Mit Abstand der Kleinste in der Reihe, aber definitiv einer der Charmantesten.

Die Nächte im warmen Bettzeug sind herrlich kuschelig. Am Morgen zeigt sich allerdings die Kehrseite: Die Kondensation tropft fröhlich von der Decke. Campingromantik in ihrer reinsten Form.

Zum Frühstückskaffee wird es dann gesellig: Vier Erwachsene und ein Kind finden erstaunlich bequem Platz. Wieder einmal beweist „Pauli“, dass man für große Erlebnisse nicht unbedingt ein großes Wohnmobil braucht.

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